Auf das Buch „Der Samurai von Savannah“ von T. Coraghessan Boyle bin ich über mein letztes Buch, die Autobiografie von Stephen Kind, gestolpert. In den Buch geht es um den Japaner Hiro Tanaka, der, nachdem er freiwillig über Bord eines Schiffes gegangen ist, auf eine kleine Insel strandet, auf der unter anderem sich eine Künstlerkolonie befindet. Doch bevor Hiro dort eintrifft und auf die attraktive Ruth stößt, hetzt er durch ungeschicktes Verhalten und vielen Missverständinis die ganze Insel auf sich. Es beginnt eine richtige Jagd auf ihn und nur eine Person scheint im wohlgesonnen, die unbekannte Möchtegernschriftstellerin Ruth Dershowitz, die ihn heimlich in ihre Künstlerhütte aufnimmt und durchfüttert. Doch auch diese macht das nicht nur aus Gründen der Menschlichkeit, sondern schöpft auch künstlerisch aus diesem Abhängigkeitsverhältnis. Für den stolzen Japaner ist dies natürlich alles andere als eine befriedigende Situation ...
Obwohl zugegebenermaßen relativ wenig während der Erzählung passiert ist man doch regelrecht an das Buch gefesselt. Man trifft nach und nach auf die unterschiedlichsten Charaktere, aber zumindestens mir ging es so, dass ich keinen wirklich in mein Herz schließen konnte. Alle haben ihre Ecken und Kanten, da wäre beispielsweise Ruth, die als einer der wenigen Charaktere in Sachen Hiro Menschlichkeit zeigt, nur um selbst festzustellen, dass sie ihn selbst für ihr Ego braucht, um ihn so wieder zu einem Ding zu degradieren. Aber auch Hiro selbst ist von Vorurteilen zerfressen, sodass man ihm für den Verlauf der Geschichte gerne eine Mitschuld zuschreibt. Gerade diese Tatsache ist aus meiner Sicht einer der Stärken des Buchs. Die rasante, lebendige und oft auch ironisch/witzige Sprache tut da noch sein weiteres dazu.
Freitag, 20. Juni 2014
Donnerstag, 29. Mai 2014
Das Leben und das Schreiben - Stephen King
Ich muss zugeben, dass ich ein großer Stephen King-Fan bin, auch wenn ich schon seit längerem kein Buch mehr von ihm gelesen habe (Schande über mich!). Durch einen Zufall bin ich auf sein Werk „Das Leben und das Schreiben“, das zum einen Autobiografie und zum anderen eine Anleitung zum guten Schreiben ist. Da ich selbst mal irgendwann ein Buch schreiben möchte dachte ich mir, dass dies doch schon einmal ein guter Einstieg ist.
In der ersten Hälfte erfährt man mehr über Stephen Kings Leben, insbesondere über seine jüngeren Jahren. Er schreibt welche Ereignisse ihn geprägt haben, wie er zum Schreiben kann, die Entstehung einiger Roman, aber auch über seine Alkohol- und Drogensucht. Gerade am Anfang in dem er über seine Kindheit schreibt, strotzen die Zeilen nur so vor Witz und Ironie. Ich musste echt das ein oder andere Mal laut auflachen und das passiert mir sehr selten. So kannte ich King gar nicht. Insgesamt hat mir dieser Teil außerordentlich gut gefallen. Es liest sich locker und leicht, King gibt einen offenen und schonungslosen Einblick in sein Leben.
Im zweiten Teil des Buchs gibt King dann eine Anleitung, wie man selbst einen guten Roman schreiben kann. Er verweist dabei auf die unterschiedlichen Bestandteile des Repertoires eines guten Autors gemischt mit seiner eigenen Meinung, was denn nun besonders wichtig ist oder nicht. Immer wieder bringt er dabei Praxisbeispiele und verweist auf Werke von anderen Autoren. Mir hat dieser Teil irgendwie nicht sonderlich gut gefallen und ich habe mich eher durchgequält, als das ich daraus irgendetwas mitnehmen konnte. Am Ende weist King noch einmal separat darauf hin, dass in der Mitte des Entstehungsprozesses des Buchs er seinen bekannten Unfall erlebte, bei dem er von einem Autofahrer angefahren wurde, und so den Bruch zwischen der ersten und der zweiten Hälfte erklärt. Ich weiß nicht ob wirklich der Unfall schuld an diesem, von mir schlechter empfundenen, zweiten Teil schuld war oder nicht (King selbst behauptet, der zweite Teil sei sogar noch besser), auf jeden Fall ich konnte damit nicht viel anfangen. Aber kann natürlich auch sein, dass allgemein solche Schreibtipps für mich nichts sind.
Auch wenn mich das Buch aufgrund des zweiten Teils nicht wirklich überzeugen konnte, sollte man es alleine wegen dem ersten Teil gelesen haben!
In der ersten Hälfte erfährt man mehr über Stephen Kings Leben, insbesondere über seine jüngeren Jahren. Er schreibt welche Ereignisse ihn geprägt haben, wie er zum Schreiben kann, die Entstehung einiger Roman, aber auch über seine Alkohol- und Drogensucht. Gerade am Anfang in dem er über seine Kindheit schreibt, strotzen die Zeilen nur so vor Witz und Ironie. Ich musste echt das ein oder andere Mal laut auflachen und das passiert mir sehr selten. So kannte ich King gar nicht. Insgesamt hat mir dieser Teil außerordentlich gut gefallen. Es liest sich locker und leicht, King gibt einen offenen und schonungslosen Einblick in sein Leben.
Im zweiten Teil des Buchs gibt King dann eine Anleitung, wie man selbst einen guten Roman schreiben kann. Er verweist dabei auf die unterschiedlichen Bestandteile des Repertoires eines guten Autors gemischt mit seiner eigenen Meinung, was denn nun besonders wichtig ist oder nicht. Immer wieder bringt er dabei Praxisbeispiele und verweist auf Werke von anderen Autoren. Mir hat dieser Teil irgendwie nicht sonderlich gut gefallen und ich habe mich eher durchgequält, als das ich daraus irgendetwas mitnehmen konnte. Am Ende weist King noch einmal separat darauf hin, dass in der Mitte des Entstehungsprozesses des Buchs er seinen bekannten Unfall erlebte, bei dem er von einem Autofahrer angefahren wurde, und so den Bruch zwischen der ersten und der zweiten Hälfte erklärt. Ich weiß nicht ob wirklich der Unfall schuld an diesem, von mir schlechter empfundenen, zweiten Teil schuld war oder nicht (King selbst behauptet, der zweite Teil sei sogar noch besser), auf jeden Fall ich konnte damit nicht viel anfangen. Aber kann natürlich auch sein, dass allgemein solche Schreibtipps für mich nichts sind.
Auch wenn mich das Buch aufgrund des zweiten Teils nicht wirklich überzeugen konnte, sollte man es alleine wegen dem ersten Teil gelesen haben!
Freitag, 28. März 2014
Die verbotene Reise
Mit dem ersten Band von Game of Thrones bin ich zwar immer noch nicht fertig, aber so langsam geht’s voran ;-) Grund für Verzögerung ist unter anderem auch, dass ich immer wieder Bücher zwischen einschiebe, die so eigentlich nicht geplant sind. So auch das Buch „Die verbotene Reise“ von Spiegel-Autor Peter Wensierski. Darin geht es um das junge abenteuerlustige Studentenpaar Jens und Marie, die zusammen die Mongolei auskundschaften wollen. Blöd nur, dass sie DDR Bürger sind und diese nicht einfach da hinreisen können, wo sie gerade wollen. Sie brauchen eine Einladung, um darüber an ein Visum zu bekommen. Als Student ist das aber aussichtslos. Doch Jens gibt nicht so schnell auf, fälscht eine mongolische Bergsteigereinladung und tatsächlich bekommen sie sogar Pässe und können nun nicht nur die Mongolei, sondern auch China und vor allem Westberlin besuchen. Doch die Stasi hat ihr treiben mitbekommen, wird die Reise gelingen?
Das Buch liest sich wirklich flott, ich glaub ich habe dafür etwa 5-6 Stunden gebraucht, hatte es also an einem freien Tag gelesen. Der Untertitel lautet: „Die Geschichte einer abenteuerlichen Flucht“, doch ob es wirklich eine Flucht ist, bezweifele ich. Da letztendlich Jens tatsächlich nach Westberlin gelangt, was mit Marie geschieht, möchte ich an dieser Stelle nicht erzählen, ist es natürlich irgendwie eine Flucht, aber dennoch war wohl eher das Fernweh der Vater des Gedanken. „Die verbotene Reise“ beruht dabei auf einer echten Begebenheit, die im Buch geschilderten Ereignisse haben also tatsächlich stattgefunden. An zwei Stellen findet man auch Originalbilder (sogar in Farbe!) von der Reise. So bekommt der Leser den Eindruck tatsächlich mit dabei gewesen zu sein. Mich hat aber eher weniger die Reise fasziniert, sondern viel mehr den Ideenreichtum, wie man die Lücken in einem System, wie der DDR, suchen und ausnutzen kann. Einfach beeindruckend, wenn man für etwas brennt und egal wie widrig die Umstände auch sein möchten, sein Ding durchzieht. Komme was wolle! Einfach toll!
Ein super Buch, das auch einen Einblick in die damalige DDR gewährt. Einen Einblick, den man so wahrscheinlich noch nicht oft gesehen hat. Ich kann euch das Buch nur wärmstens empfehlen.
Das Buch liest sich wirklich flott, ich glaub ich habe dafür etwa 5-6 Stunden gebraucht, hatte es also an einem freien Tag gelesen. Der Untertitel lautet: „Die Geschichte einer abenteuerlichen Flucht“, doch ob es wirklich eine Flucht ist, bezweifele ich. Da letztendlich Jens tatsächlich nach Westberlin gelangt, was mit Marie geschieht, möchte ich an dieser Stelle nicht erzählen, ist es natürlich irgendwie eine Flucht, aber dennoch war wohl eher das Fernweh der Vater des Gedanken. „Die verbotene Reise“ beruht dabei auf einer echten Begebenheit, die im Buch geschilderten Ereignisse haben also tatsächlich stattgefunden. An zwei Stellen findet man auch Originalbilder (sogar in Farbe!) von der Reise. So bekommt der Leser den Eindruck tatsächlich mit dabei gewesen zu sein. Mich hat aber eher weniger die Reise fasziniert, sondern viel mehr den Ideenreichtum, wie man die Lücken in einem System, wie der DDR, suchen und ausnutzen kann. Einfach beeindruckend, wenn man für etwas brennt und egal wie widrig die Umstände auch sein möchten, sein Ding durchzieht. Komme was wolle! Einfach toll!
Ein super Buch, das auch einen Einblick in die damalige DDR gewährt. Einen Einblick, den man so wahrscheinlich noch nicht oft gesehen hat. Ich kann euch das Buch nur wärmstens empfehlen.
Montag, 3. März 2014
Der 77. Grad von Bill Napier
Mit „Der 77. Grad“ von Bill Napier habe ich mein erstes Buch
für das Jahr 2014 gelesen. Und um es gleich vorweg zu nehmen,
wirklich gut hat mein literarisches Jahr nicht angefangen ;-) Um
ehrlich zu sein, weiß ich auch gar nicht, wie ich an das Buch
gekommen bin. Lag plötzlich auf meinem Schreibtisch, ich hab es wohl
mal zu meinem Geburtstag geschenkt bekommen und irgendwie ist es aus
seiner Ecke gekrochen. Auf jeden Fall sah der Einband nicht schlecht
aus und der hintere Klappentext versprach einen „packenden
Mysterythriller für die Fans von Scott McBain und Dan Brown. Nun
muss ich zugeben, dass ich Scott McBain gar nicht kenne, aber ein
kleiner Fan von Dan Brown bin/war ich schon, zumindestens habe ich
seine ältere Bücher alle verschlungen.
Also machte ich mich auf in die Welt des Bücherhändlers Harry Blake, der von einem Lord beauftragt wird ein altes verschlüsseltes Manuskript zu enträtseln. Das wäre allein schon eine spannende Sache, doch während Blake so vor sich hinarbeitet, ereignen sich immer mehr seltsame Ereignisse. So will eine geheimnisvolle Fremde ihm das Manuskript für einen völlig überzogenen Preis abkaufen und nur wenig später nach dem er ablehnt, wird sein Auftraggeber ermordet. Was hat es nur auf sich mit dem rätselhaften Manuskript?
Eigentlich eine super Voraussetzung für ein spannendes Buch und auch eine gute Ausgangslage für eine Geschichte a la Dan Brown. Leider scheitert das Buch an den grundlegendsten handwerklichen Voraussetzungen eines Autors. Ich habe schon lange kein so schlechtes Buch gelesen. An vielen Stellen kratzt man sich einfach nur an den Kopf und man fragt sich, ob ein Fünftklässler das Werk verfasst hat. Manchmal hat man das Gefühl, der Autor hätte ein Baukastensystem verwendet, bei dem er Standardklischees einfach zusammenreiht, egal ob das irgendwie Sinn ergibt. Alles wirkt extrem aufgesetzt und überhaupt nicht glaubhaft, manchmal so extrem, dass es lächerlich ist. Ich konnte mir das ein oder andere mal das Lachen nicht verkneifen, einfach weil die Situation so komisch war. Zudem ist wohl auch die Übersetzung richtig grottig geraten, zumindestens nehme ich das an, da ich das Originalwerk nicht gelesen habe. Das ist wirklich schade, dass das Buch handwerklich so miserable ist. Die Geschichte dahinter ist nämlich wie gesagt ganz ok.
Das bemerkenste an dem Buch fand ich, dass ich es wirklich bis zum Ende durchgelesen habe :-D Das lag wohl vor allem an der historischen Erzählung, die das entsprechende Manuskript erzählt. Dies ist ihm vergleichsweise ganz gut gelungen, folgt aber dann wieder der Sprung zum Bücherhändler Blake in die Jetztzeit, kamen die angesprochene Lacher, immer wieder Kopfschütteln und den Drang meine Zeit doch mit etwas sinnvollerem zu verbringen.
Egal aus welcher Ritze „Der 77. Grad“ aufgetaucht ist, ich hoffe er verschwindet dahin wieder zurück!
Also machte ich mich auf in die Welt des Bücherhändlers Harry Blake, der von einem Lord beauftragt wird ein altes verschlüsseltes Manuskript zu enträtseln. Das wäre allein schon eine spannende Sache, doch während Blake so vor sich hinarbeitet, ereignen sich immer mehr seltsame Ereignisse. So will eine geheimnisvolle Fremde ihm das Manuskript für einen völlig überzogenen Preis abkaufen und nur wenig später nach dem er ablehnt, wird sein Auftraggeber ermordet. Was hat es nur auf sich mit dem rätselhaften Manuskript?
Eigentlich eine super Voraussetzung für ein spannendes Buch und auch eine gute Ausgangslage für eine Geschichte a la Dan Brown. Leider scheitert das Buch an den grundlegendsten handwerklichen Voraussetzungen eines Autors. Ich habe schon lange kein so schlechtes Buch gelesen. An vielen Stellen kratzt man sich einfach nur an den Kopf und man fragt sich, ob ein Fünftklässler das Werk verfasst hat. Manchmal hat man das Gefühl, der Autor hätte ein Baukastensystem verwendet, bei dem er Standardklischees einfach zusammenreiht, egal ob das irgendwie Sinn ergibt. Alles wirkt extrem aufgesetzt und überhaupt nicht glaubhaft, manchmal so extrem, dass es lächerlich ist. Ich konnte mir das ein oder andere mal das Lachen nicht verkneifen, einfach weil die Situation so komisch war. Zudem ist wohl auch die Übersetzung richtig grottig geraten, zumindestens nehme ich das an, da ich das Originalwerk nicht gelesen habe. Das ist wirklich schade, dass das Buch handwerklich so miserable ist. Die Geschichte dahinter ist nämlich wie gesagt ganz ok.
Das bemerkenste an dem Buch fand ich, dass ich es wirklich bis zum Ende durchgelesen habe :-D Das lag wohl vor allem an der historischen Erzählung, die das entsprechende Manuskript erzählt. Dies ist ihm vergleichsweise ganz gut gelungen, folgt aber dann wieder der Sprung zum Bücherhändler Blake in die Jetztzeit, kamen die angesprochene Lacher, immer wieder Kopfschütteln und den Drang meine Zeit doch mit etwas sinnvollerem zu verbringen.
Egal aus welcher Ritze „Der 77. Grad“ aufgetaucht ist, ich hoffe er verschwindet dahin wieder zurück!
Sonntag, 12. Januar 2014
Ja ... ich lese noch immer
Wow, fast zweieinhalb Jahre ist es nun her, seit ich meinen letzten Blogpost veröffentlicht habe. Und kaum ist es Anfang des neuen Jahres, schon erscheint ein neuer Beitrag. Das riecht ja irgendwie nach dem Motto: "Was ich mir fürs neue Jahr vorgenommen habe, und zumindestens im Januar auch mache" ;-) So schlimm wird es hoffentlich nicht, ich habe schon vor jetzt wieder etwas aktiver hier zu sein. Generell lese ich allerdings weniger Bücher, sondern viel mehr Seiten im Internet und darüber kann ich hier ja schlecht schreiben. Dennoch habe ich mir tatsächlich für das Jahr 2014 vorgenommen, mir mehr Zeit für das Bücher lesen zu nehmen. Na warten wir es ab ;-)
In den vergangenen zweieinhalb Jahren seit meines letzten Eintrages habe ich natürlich auch ein Bücher gelesen. Alle werde ich hier nicht vorstellen, aber einen kleinen Umriss kann ich euch ja geben :-)
Da wäre zum einen Mal "Michael Kohlhaas" mit dem ich mich damals noch in der Schule auseinandersetzen musste. Ein wirklich schönes Buch von Heinrich von Kleist, das mir wirklich gut gefallen hat. Ein weiterer Klassiker, den ich nun schon zum zweiten Mal gelesen hab, war "Der kleine Hobbit". Damals wollte ich mir das Buch noch einmal als Vorfreude vor dem Kinofilm durchlesen. Ein wirklicher Fehler wie ich finde, da ich deswegen vom Film echt enttäuscht war. Insbesondere hat mich gestört, was da im Film alles dazu gedichtet wurde, was im Buch überhaupt nicht zu finden ist. Aber so ist das wohl, wenn man so eine kleine Lektüre aus kommerziellen Gründen auf gleich drei Filme verteilen will/muss. Ebenfalls gefallen und gelesen habe ich "Zweier Ohne" von Dirk Kurbjuweit. Das ist ein Jugendbuch, das auch schon verfilmt wurde und soweit ich weiß, sogar dieses Jahr Realschullektüre in manchen Bundesländern ist. Für ein Uniseminar habe ich in der Zeit auch noch einmal "Der Fürst" von Niccolò Machiavelli gelesen (auf dem Blog habe ich hier schon mal kurz darüber geschrieben). Inzwischen komme ich zu einer anderen Einsicht und rate jedem das Buch zu lesen. Inzwischen fällt es mir auch nicht wirklich mehr schwer. Und wer sich einmal das politische Geschehen anschaut, wird schnell Parallelen in "Der Fürst" finden.
Ansonsten habe ich mich in viele Fachbücher der Uni gestürzt, die ich hier aber jetzt nicht aufzählen kann. Von BWL über Jura bis hin zu Informatik war alles dabei. Darüber werde ich in der nächsten Zeit aber auf jeden Fall schreiben, auch wenn es viele hier nicht interessieren dürfte, da diese schon sehr fachspezifisch und nichts für einen Laien sind. Das ganze dient ja auch ein wenig für mich als Dokumentation, was ich so gelesen habe. So das war es auch schon, man liest sich ;-)
In den vergangenen zweieinhalb Jahren seit meines letzten Eintrages habe ich natürlich auch ein Bücher gelesen. Alle werde ich hier nicht vorstellen, aber einen kleinen Umriss kann ich euch ja geben :-)
Da wäre zum einen Mal "Michael Kohlhaas" mit dem ich mich damals noch in der Schule auseinandersetzen musste. Ein wirklich schönes Buch von Heinrich von Kleist, das mir wirklich gut gefallen hat. Ein weiterer Klassiker, den ich nun schon zum zweiten Mal gelesen hab, war "Der kleine Hobbit". Damals wollte ich mir das Buch noch einmal als Vorfreude vor dem Kinofilm durchlesen. Ein wirklicher Fehler wie ich finde, da ich deswegen vom Film echt enttäuscht war. Insbesondere hat mich gestört, was da im Film alles dazu gedichtet wurde, was im Buch überhaupt nicht zu finden ist. Aber so ist das wohl, wenn man so eine kleine Lektüre aus kommerziellen Gründen auf gleich drei Filme verteilen will/muss. Ebenfalls gefallen und gelesen habe ich "Zweier Ohne" von Dirk Kurbjuweit. Das ist ein Jugendbuch, das auch schon verfilmt wurde und soweit ich weiß, sogar dieses Jahr Realschullektüre in manchen Bundesländern ist. Für ein Uniseminar habe ich in der Zeit auch noch einmal "Der Fürst" von Niccolò Machiavelli gelesen (auf dem Blog habe ich hier schon mal kurz darüber geschrieben). Inzwischen komme ich zu einer anderen Einsicht und rate jedem das Buch zu lesen. Inzwischen fällt es mir auch nicht wirklich mehr schwer. Und wer sich einmal das politische Geschehen anschaut, wird schnell Parallelen in "Der Fürst" finden.
Ansonsten habe ich mich in viele Fachbücher der Uni gestürzt, die ich hier aber jetzt nicht aufzählen kann. Von BWL über Jura bis hin zu Informatik war alles dabei. Darüber werde ich in der nächsten Zeit aber auf jeden Fall schreiben, auch wenn es viele hier nicht interessieren dürfte, da diese schon sehr fachspezifisch und nichts für einen Laien sind. Das ganze dient ja auch ein wenig für mich als Dokumentation, was ich so gelesen habe. So das war es auch schon, man liest sich ;-)
Montag, 18. Juli 2011
Das München-Komplott - Wolfgang Schorlau
Konkret geht es im Buch "Das München-Komplott" von Wolfgang Schorlau um den fünften Fall des Privatdetektiv Georg Dengler. Dieser hat den Auftrag bekommen, noch einmal die Anschläge auf das Münchener Oktoberfest am 26. September 1980 zu Untersuchen.
Du hast von diesem Anschlag, der als schwerste Bombenanschlag in der Geschichte Deutschlands nach dem zweiten Weltkrieg gilt, noch nie etwas gehört? Dann geht es dir ähnlich wie mir und mir bleibt nichts anderes als eben jenen Privatdetektiv Georg Dengler aus dem Buch zu zitieren:
Er rekapitulierte: Das Attentat auf das Münchener Oktoberfest am 26. September 1980 war der schwerste Bombenanschlag in der Geschichte Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg. 13 Menschen starben, mehr als 220 Menschen wurden verletzt, zum Teil schwer, einige wurden verstümmelt, andere waren für den Rest ihres Lebens gezeichnet. Das waren die Fakten. Merkwürdig daran war unter anderem, dass dieses Massaker trotz seiner Schwere nicht so sehr ins öffentliche Bewusstsein eingegangen war wie andere Attentate, obwohl sich diese nur gegen einzelne Personen gerichtet hatten: die Ermordung Schleyers und Bubacks, die Attentate auf Herrhausen oder Ponto. Über das Münchener Attentat machte der Filmemacher Heinrich Breloer keine mehrteilige Dokumentation. Die Medien riefen diese Blut tat nicht immer wieder ins Gedächtnis, wie sie es mit den Verbrechen der RAF taten. (S.48)
Gerade wer diesen Anschlag, der übrigens um so brisanter durch den jüngst ergangenen Anschlag in Oslo ist, nicht kennt, für den ist das Buch umso empfehlenswerter. Steckt hinter allem eine große Verschwörung? Man weiß es nicht, kann nach dem Durchlesen des "München-Komplott" aber kräftig mit spekulieren.
Das München-Komplott von Wolfgang Schorlau ist ein wirklich gut gemachter politischen Kriminalroman der zudem auch sehr spannend ist. Man merkt zwar an einigen Stellen die gewerkschaftliche Färbung des Autors heraus, dies ist aber nicht weiter störend.
Montag, 2. Mai 2011
Utopia - Thomas Morus
Mit seinem Werk Utopia hat Thomas Morus den Begriff der Utopie geprägt. Grund genug für mich, mit der Utopia zu beschäftigen. Eigentlich ist Morus Werk inzwischen auch ganz kostenlos online einsehbar (z.B. hier), aber man kann sich natürlich auch das Buch kaufen, je nachdem wie es einen beliebt.
Auf jeden Fall ist das Werk "Utopia" von Thomas Morus auch kein leichter Stoff, wie auch schon Der Fürst von Niccolò Machiavelli. Es lohnt sich aber dennoch ein Blick in die Utopia zu werfen, da man hier nicht nur einer der ersten "utopischen Vorstellungen" überhaupt findet, sondern diese auch noch immer aktuell sind. Utopia ist nämlich eine erfundene Insel auf dem ein Volk lebt. Mit der Utopia beschreibt Morus sogar schon eine Art Kommunismus bevor dieser Begriff überhaupt geprägt wurde. So gibt es auf Utopia keinen Privatbesitz. Den Bürgern von Utopia soll Glück, Wohlstand, leichtes Arbeiten sowie die Gelegenheit zu kultureller Bildung gewährleistet werden. Soll es doch zu gewaltsamen Auseinandersetzungen mit anderen Völkern kommen, dann wird auf Sklaven zurück gegriffen. Utopia beschreibt einen Traum vom Gemeinwohl!
Es ist schon sehr beeindruckend wie die Gedanken von Thomas Morus über den idealen Staat auch heute noch an Aktualität nicht verloren haben. Ich persönlich fand auch den Vergleich zwischen seinem Standpunkt und dem von Machiavelli sehr interessant. Ich möchte nun nicht sagen das Utopia eine Pflichtlektüre für jeden Menschen sein soll, dennoch könnte die Schilderung den ein oder anderen nachdenklich machen ....
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